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Kommunikative Verfahren des Etablier...
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Foppen, Lisa Marie,
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Kommunikative Verfahren des Etablierens und Aktualisierens von Sprachnormen im Unterricht = = Interactive Procedures of Establishing and Updating Language Norms in Class /
紀錄類型:
書目-電子資源 : Monograph/item
正題名/作者:
Kommunikative Verfahren des Etablierens und Aktualisierens von Sprachnormen im Unterricht =/ Lisa Marie Foppen.
其他題名:
Interactive Procedures of Establishing and Updating Language Norms in Class /
作者:
Foppen, Lisa Marie,
面頁冊數:
1 electronic resource (220 pages)
附註:
Source: Dissertations Abstracts International, Volume: 86-12, Section: A.
Contained By:
Dissertations Abstracts International86-12A.
標題:
Educational psychology. -
電子資源:
https://pqdd.sinica.edu.tw/twdaoapp/servlet/advanced?query=31953402
ISBN:
9798311910620
Kommunikative Verfahren des Etablierens und Aktualisierens von Sprachnormen im Unterricht = = Interactive Procedures of Establishing and Updating Language Norms in Class /
Foppen, Lisa Marie,
Kommunikative Verfahren des Etablierens und Aktualisierens von Sprachnormen im Unterricht =
Interactive Procedures of Establishing and Updating Language Norms in Class /Lisa Marie Foppen. - 1 electronic resource (220 pages)
Source: Dissertations Abstracts International, Volume: 86-12, Section: A.
Die bestehende Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem (vgl. OECD 2023) kann zwar nicht monokausal erklart werden, jedoch liegt ein Schwerpunktthema der Diskussion auf den von den Schuler:innen geforderten sprachlichen Kompetenzen und der Frage, wie diese in Schule und Unterricht aufgebaut und gefordert werden konnen. Dies resultiert aus dem in internationalen Schulleistungsvergleichsstudien wiederholt fur den deutschen Bildungskontext nachgewiesenen Zusammenhang zwischen den Schulerfolgschancen und der sozialen Herkunft der Schuler:innen (vgl. z.B. Husmann et al. 2017; Muller & Ehmke 2016; Stubbe et al. 2016; Bos et al. 2007). Besonders benachteiligt waren und sind demnach Schuler:innen mit einem niedrigen soziookonomischen Hintergrund und/oder mit weiteren Familiensprachen als oder neben Deutsch (vgl. OECD 2023; Edele & Stanat 2022; Weis et al. 2019). In der deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Diskussion wurde dadurch zum einen die konzeptionelle Weiterentwicklung und empirische Untersuchung desjenigen sprachlichen Registers vorangetrieben, dessen Beherrschung fur die Vermittlung und Konstruktion von Wissen in institutionellen Kontexten als notwendig angesehen wird: der Bildungssprache (vgl. Lange 2020a; Gogolin & Duarte 2016). Zum anderen erfolgt(e) die Entwicklung von Unterrichtskonzepten, in denen sprachliche Bildung in Schule und Unterricht durchgangig umgesetzt wird - also in allen Schulformen, Schulstufen und Unterrichtsfachern (vgl. Gogolin 2020; Furstenau & Lange 2013; Gogolin et al. 2013). Dies zeigt, dass die Frage danach, wie Lehrkrafte in jedem Unterricht ihre Schuler:innen beim Erwerb (bildungs-)sprachlicher Kompetenzen unterstutzen konnen, sehr prasent in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion ist (vgl. Lange 2023; Beckmann 2022; Lengyel 2016, 2012, 2010; Furstenau & Lange 2013). Die Soziolinguistinnen Morek und Heller (2012) verweisen in diesem Zusammenhang auf die besondere Rolle der schulischen Akteur:innen in der unterrichtlichen Interaktion. Sie fokussieren auf bildungssprachliche Praktiken als kommunikative Verfahren und konstatieren: Diese Verfahren erhalten den Status sozial etablierter Praktiken erst und gerade dadurch, dass sie von erfahrenen Agenten der Institution normativ sowohl implizit als auch explizit eingesetzt und aktualisiert werden.Empirische Befunde dazu, wie die "erfahrenen Agenten der Institution" kommunikative Verfahren normativ implizit und explizit einsetzen und aktualisieren, liegen jedoch bislang kaum vor. An diesem Forschungsdesiderat setzt die vorliegende Arbeit an. Erste empirische Befunde liegen zur Sprachnormetablierung der Mundlichkeit (vgl. Buttlar 2017; Heller 2015a) vor und weisen ubereinstimmend daraufhin, dass1. sprachnormative Erwartungen von Lehrkraften haufig implizit etabliert und oft erst nach einem vorliegenden Normverstos sichtbar werden und2. eine wesentliche Herausforderung fur Schuler:innen vor der Auserungsproduktion im Erkennen der (sprach-)normativen Erwartungen ihrer Lehrkrafte liegt.Wahrend auf das Verfugen uber bildungssprachliche Kompetenzen als wichtige Voraussetzung fur schulischen Erfolg haufig hingewiesen wird (vgl. z. B. Lange 2020a; Gogolin & Duarte 2016; Gogolin & Lange 2011), wird dem Umstand, dass Schuler:innen zunachst die lehrer:innenseitigen Erwartungen an die sprachliche Form ihrer Auserungen erkennen mussen, um die sprachlichen Kompetenzen passend einsetzen zu konnen, in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion1 bislang weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
German
ISBN: 9798311910620Subjects--Topical Terms:
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Educational psychology.
Subjects--Index Terms:
German school system
Kommunikative Verfahren des Etablierens und Aktualisierens von Sprachnormen im Unterricht = = Interactive Procedures of Establishing and Updating Language Norms in Class /
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Advisors: Furstenau, Sara; Heller, Vivien.
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Universitaet Hamburg (Germany)
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Die bestehende Bildungsungleichheit im deutschen Schulsystem (vgl. OECD 2023) kann zwar nicht monokausal erklart werden, jedoch liegt ein Schwerpunktthema der Diskussion auf den von den Schuler:innen geforderten sprachlichen Kompetenzen und der Frage, wie diese in Schule und Unterricht aufgebaut und gefordert werden konnen. Dies resultiert aus dem in internationalen Schulleistungsvergleichsstudien wiederholt fur den deutschen Bildungskontext nachgewiesenen Zusammenhang zwischen den Schulerfolgschancen und der sozialen Herkunft der Schuler:innen (vgl. z.B. Husmann et al. 2017; Muller & Ehmke 2016; Stubbe et al. 2016; Bos et al. 2007). Besonders benachteiligt waren und sind demnach Schuler:innen mit einem niedrigen soziookonomischen Hintergrund und/oder mit weiteren Familiensprachen als oder neben Deutsch (vgl. OECD 2023; Edele & Stanat 2022; Weis et al. 2019). In der deutschsprachigen erziehungswissenschaftlichen Diskussion wurde dadurch zum einen die konzeptionelle Weiterentwicklung und empirische Untersuchung desjenigen sprachlichen Registers vorangetrieben, dessen Beherrschung fur die Vermittlung und Konstruktion von Wissen in institutionellen Kontexten als notwendig angesehen wird: der Bildungssprache (vgl. Lange 2020a; Gogolin & Duarte 2016). Zum anderen erfolgt(e) die Entwicklung von Unterrichtskonzepten, in denen sprachliche Bildung in Schule und Unterricht durchgangig umgesetzt wird - also in allen Schulformen, Schulstufen und Unterrichtsfachern (vgl. Gogolin 2020; Furstenau & Lange 2013; Gogolin et al. 2013). Dies zeigt, dass die Frage danach, wie Lehrkrafte in jedem Unterricht ihre Schuler:innen beim Erwerb (bildungs-)sprachlicher Kompetenzen unterstutzen konnen, sehr prasent in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion ist (vgl. Lange 2023; Beckmann 2022; Lengyel 2016, 2012, 2010; Furstenau & Lange 2013). Die Soziolinguistinnen Morek und Heller (2012) verweisen in diesem Zusammenhang auf die besondere Rolle der schulischen Akteur:innen in der unterrichtlichen Interaktion. Sie fokussieren auf bildungssprachliche Praktiken als kommunikative Verfahren und konstatieren: Diese Verfahren erhalten den Status sozial etablierter Praktiken erst und gerade dadurch, dass sie von erfahrenen Agenten der Institution normativ sowohl implizit als auch explizit eingesetzt und aktualisiert werden.Empirische Befunde dazu, wie die "erfahrenen Agenten der Institution" kommunikative Verfahren normativ implizit und explizit einsetzen und aktualisieren, liegen jedoch bislang kaum vor. An diesem Forschungsdesiderat setzt die vorliegende Arbeit an. Erste empirische Befunde liegen zur Sprachnormetablierung der Mundlichkeit (vgl. Buttlar 2017; Heller 2015a) vor und weisen ubereinstimmend daraufhin, dass1. sprachnormative Erwartungen von Lehrkraften haufig implizit etabliert und oft erst nach einem vorliegenden Normverstos sichtbar werden und2. eine wesentliche Herausforderung fur Schuler:innen vor der Auserungsproduktion im Erkennen der (sprach-)normativen Erwartungen ihrer Lehrkrafte liegt.Wahrend auf das Verfugen uber bildungssprachliche Kompetenzen als wichtige Voraussetzung fur schulischen Erfolg haufig hingewiesen wird (vgl. z. B. Lange 2020a; Gogolin & Duarte 2016; Gogolin & Lange 2011), wird dem Umstand, dass Schuler:innen zunachst die lehrer:innenseitigen Erwartungen an die sprachliche Form ihrer Auserungen erkennen mussen, um die sprachlichen Kompetenzen passend einsetzen zu konnen, in der erziehungswissenschaftlichen Diskussion1 bislang weniger Aufmerksamkeit geschenkt.
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The study is situated in the discourse on educational inequality in the German school system. There is a general consensus that academic language skills are a prerequisite for educational success. However, before any language skills can be applied by students, teachers must first establish contexts that elicit utterances in certain linguistic registers and make their language-related normative expectations recognizable. Empirically, little is known about how teachers establish and update language norms. Based on Morek and Heller's sociolinguistic conception of academic discourse practices, the study focuses on the interaction of those involved in school education. Selected teaching sequences are analyzed with regard to the following research questions:(1) Through which interactive procedures do the filmed teachers establish and update their language-related normative expectations? What characterizes these procedures? (2) What challenges do students face in recognizing and meeting the language-related normative expectations of their teachers? (3) In which sequential context do the teachers establish and update language norms (before or after the production of an utterance)? The video data corpus from the project "Teaching Academic Discourse Practices (BilLe) - a video-based classroom study in migration-related multilingual classrooms" (2012 - 2014, project lead: Prof. Dr. Sara Furstenau) serves as the data basis. The corpus comprises 32 hours of lessons in various subjects. Ten selected teachers at four schools (two elementary schools, one secondary school and one grammar school) were filmed. For the empirical analyses, those video sequences were selected in which teachers establish or update their language-related normative expectations. The result of the empirical analysis is, on the one hand, the reconstruction of interactive procedures for establishing and updating language norms. On the other hand, the sequential analyses illustrate how challenging it is for students to recognize the shift to a metadiscursive level which characterizes the establishment of language norms.
546
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German
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School code: 0661
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Educational psychology.
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Educational sociology.
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Foreign language instruction.
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German school system
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Sociolinguists
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Universitaet Hamburg (Germany).
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degree granting institution.
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degree supervisor.
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degree supervisor.
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